Zwerrenz Automatisierungstechnik: Macher aus Suhl Innovativ und Flexibel
Gasgeber und Besucher stehen in der Werkahlle

Am 8. März 2024 hatte die Suhler Wirtschaftsförderung das Vergnügen, die Firma Zwerrenz Automatisierungstechnik auf dem Suhler Friedberg zu besuchen. Zwerrenz, eine der renommiertesten Firmen in der Region wurde im Jahr 1994 von Wolfgang Zwerrenz gegründet, hat sich seit 2000 auf dem Suhler Friedberg etabliert und ist ein führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung hochmoderner Automatisierungs- lösungen für verschiedene Branchen. Mit einem Fokus auf Servicefreundlichkeit, Taktzeitoptimierung und Prozesssicherheit bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Anlagenkonzepte und Fertigungslinien für seine Kunden an und das mittlerweile weltweit.

Eine Kompetenz liegt zum Beispiel im Bereich der Verarbeitung von Membran-materialien, die in Elektronikbauteilen bei gleichzeitigem Schutz vor Wassereintritt für Druckausgleich sorgen. Ihre soliden und präzisen Lösungen umfassen individuelle Sondermaschinen, flexible Montage- und Prüfanlagen sowie komplexe Fertigungslinien, die auf die spezifischen Anforderungen ihrer Kunden zugeschnitten sind.

Zum Einsatz kommen dabei auch Robotersysteme, um die Produktionsprozesse der Kunden weiter zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Sie bieten von Handarbeitsplätzen bis zum Rundtaktautomaten alles an, um eine vollständige Palette von Lösungen für ihre Kunden anzubieten.

Durch ihre Innovationskraft, ihre technologische Expertise und ihre enge Zusammenarbeit mit den Kunden ist Zwerrenz bestrebt, die Anforderungen des modernen Produktionsumfelds zu erfüllen und ihren Kunden einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Fr. Vetter und Fr. Gellert schauen auf ein Werkstück

Die Geschichte von Zwerrenz Automatisierungstechnik ist eine Erfolgsgeschichte kontinuierlichen Wachstums. Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Krise, die zu einem vorübergehenden Umsatzrückgang führte, bewies das Unternehmen seine Flexibilität und Fähigkeit zur Anpassung, z.B. durch den Bau von Desinfektionsgeräten für Einkaufswagen. 

Aktuell beschäftigt Zwerrenz Automatisierungstechnik 40 Mitarbeiter, darunter 2 Lehrlinge. Um dem aktuellen Auftragsbestand und wachsenden Anfrageeingang zu begegnen, mangelt es vor allem an SPS-Programmierern. Jedoch stellt die Suche nach qualifizierten Fachkräften in diesem spezialisierten Industriebereich eine Herausforderung dar. Um diesem Engpass zu begegnen, setzt Zwerrenz nicht nur auf öffentliche Personalakquise, sondern auch auf die interne Qualifizierung ihrer Mitarbeiter.

Geschäftsführerin Katharina Vetter äußerte gegenüber dem Team der Wirtschafts-förderung Suhl ihre Besorgnis über die wachsende Bürokratie in Deutschland, die möglicherweise zu Standortnachteilen führen könnte. Tina Gellert von der Wirtschaftsförderung versprach, dass die Stadt Suhl bestrebt sei, unbürokratische Lösungen zu fördern. Jedoch seien der Stadt aufgrund bundesrechtlicher Vorgaben oft die Hände gebunden.

Während des Besuchs wurde deutlich, dass eine Verbesserung der Infrastruktur in der Ausbildung erforderlich ist. Insbesondere die öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus- und Zugverbindungen müssen optimiert werden, um jungen Menschen den Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten zu erleichtern. Zusätzlich fehlt es vielen Jugendlichen an praktischer Erfahrung und implizitem Wissen, was ihre Integration in die Arbeitswelt erschwert.

Zwerrenz Automatisierungstechnik kooperiert erfolgreich mit anderen Firmen am Standort und sieht die Bildung eines Netzwerks als wünschenswert an, um Ressourcen effektiver zu nutzen. Allerdings besteht noch Klärungsbedarf bezüglich der konkreten Ausgestaltung einer solchen Zusammenarbeit.

Um die Zukunft des Unternehmens und der Branche insgesamt zu sichern, plädiert Zwerrenz für eine engere Kooperation mit Schulen und Bildungseinrichtungen. Durch gezielte Programme können potenzielle Fachkräfte identifiziert und für die spannende Tätigkeit in der Automatisierungstechnik begeistert werden.

Insgesamt war der Besuch bei Zwerrenz Automatisierungstechnik äußerst aufschluss-reich und hat gezeigt, dass das Unternehmen nicht nur ein wichtiger Akteur in der regionalen Wirtschaft ist, sondern auch eine klare Vision für die Zukunft hat. Die Suhler Wirtschaftsförderung wird sich weiterhin für eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Zwerrenz einsetzen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken und qualifizierte Arbeitsplätze zu fördern.

Gemeinsamer Blick auf eine Fertigungsmaschine

 

Fotos: Stadt Suhl