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Premiere "Kleine Suhler Reihe" Drucken
cover-aspen-a_seite_1Am Donnerstag, dem 23. August 2018, kommt ab 17:00 Uhr im Oberrathaussaal ein neues Heft der "Kleinen Suhler Reihe" zur Premiere. Darin widmet sich der Autor Dietrich Fischer einem alten Suhler Ortsteil, der Anfang der 1970er Jahre abgerissen wurde und auf dessen Areal heute das Congress Centrum zu finden ist, dem Aspen.
 

Schon bei der Aussprache des Ortsteils greift Fischer, 1942 geboren und seit 1945 im Aspen aufgewachsen, mehrere Varianten auf. Im Text heißt es: "Im Suhler Dialekt gesprochen war es der Oaschpe und etwas feiner ausgedrückt: gesprochen Aschpen  und geschrieben Aspen." Mehrere hundert Menschen wohnten einst dort, wo sich heute ein Stück des modernen Stadtzentrums befindet und mit der größten Veranstaltungsstätte der Stadt auch das kulturelle Herz von Suhl schlägt. Lauter und Mühlgraben durchzogen den Ortsteil und machten ihn zum "Klein-Venedig" der Stadt. Heute erinnert fast nur noch der Name einer Gaststätte im CCS an ihn. Dabei barg er einst viele idyllische Winkel, die immer wieder auch Suhler Künstler auf den Plan riefen, um das "Klein-Venedig" der Stadt auf die Leinwand zu bannen. Etliche dieser Kunstwerke finden sich in dem neuen Heft abgebildet, denn zahlreiche Suhler stellten Dietrich Fischer für diese Publikation alte Gemälde aus dem Aspen zur Verfügung. Zudem konnte er auf sein eigenes umfangreiches Archiv zurückgreifen. Das Heft erscheint im Farbdruck, um diese Bilder auch angemessen zur Geltung zu bringen.

Dietrich Fischer, nach dem Heft zum Nähmaschinenbau in Suhl schon zum zweiten Mal Autor in der "Kleinen Suhler Reihe", beschreibt den Aspen in vielen Facetten. Dazu wertete er zahlreiche alte Karten und Dokumente aus. Er nimmt Bezug auf die Berufsgruppen, die einst hier zu Hause waren. Er beschreibt die Mühen, den Mühlgraben sauber zu halten bis hin zu Petitionen der Bürger an den Landesherren. Er steigt auch in die Industriegeschichte der Stadt ein, in dem er zeigt, wie hier Gas- und später Elektroanschlüsse verlegt wurden. Bis in die 1950er Jahre befand sich hier schon einmal die größte Veranstaltungsstätte der Stadt, das Karl-Marx-Heim, die vormalige größte Turnhalle von Suhl. Von hier kam auch die Zeitung "Volkswille"... Fischer bringt zudem eigene Erinnerungen mit ein, an Bräuche und Gepflogenheiten wie die Pfingsthütten im Aspen, an Spiele und an Streiche. Das alles liest sich spannend und ist, wie in der Reihe üblich, reich illustriert. Gestalterin Annette Wiedemann setzte Text und Bilder wieder kongenial um zu einem Heft, das hoffentlich viele Leserinnen und Leser findet. Schließlich ist kaum ein anderer Suhler Ortsteil so vollständig von der Landkarte verschwunden wie der Aspen. Um so schöner, dass sich Dietrich Fischer der Aufgabe annahm, dessen Geschichte aufzuschreiben und in Wort und Bild zu bewahren.

Zur Buchpremiere am Donnerstag, dem 23. August 2018, ab 17 Uhr wird der Autor nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister André Knapp eine Einführung in das Thema geben. Bereichert wird sein Vortrag von Aufnahmen aus dem Aspen, die zumeist nicht in dem neuen Band enthalten sind und so auf ihre Weise das Bild des einstigen Ortsteils ergänzen.

Das neue Heft der „Kleinen Suhler Reihe“ kann an diesem Abend erstmals erworben werden. Der Eintritt zur Premierenveranstaltung ist frei. Herzlich willkommen dazu im Oberrathaussaal im alten Rathaus der Stadt!

 
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